Meine erste Camper-Erfahrung: Unterwegs mit einem Hymer Exsis
Da steht man nun als frischer Camper mit einem Hymer Exsis I 644 von Bruggink Campers & Caravans. All dies, um in die Welt der Wohnmobile und Wohnwagen eingeführt zu werden.
An Himmelfahrt hatten einige Freunde einen Campingplatz auf Camping Den Driesch in Valkenburg organisiert. Sie luden uns auch ein, aber wir besitzen keinen Wohnwagen oder Wohnmobil. Was macht man dann? Man sucht nach einem B&B oder Hotel. Dies besprach ich mit meinem Kollegen Maarten von CampersCaravans.nl. Er schlug vor, zu prüfen, ob Bruggink Campers & Caravans bereit wäre, dort ein Wohnmobil zu mieten, um so auch einmal das echte Camping-Leben zu erleben. Dies war auch ein Muss, um unsere Leser, Website-Besucher und Geschäftspartner besser verstehen und beraten zu können.
Deine Route ist das Ziel
Leon Bruggink hörte sich meine Geschichte an. Er fand es eine gute Idee und auch ein bisschen komisch. Die ersten Fragen, die ich stellte, waren für ihn auch sehr bekannt. Die am häufigsten gestellte Frage, die er von Leuten bekommt, die ein Wohnmobil kaufen wollen, war nämlich: „Wie bewege ich mich während meines Urlaubs fort, wenn ich kein Auto dabei habe?“. Lachend antwortete Leon: „Mit einem Wohnmobil ist deine Route das Ziel“. Er gab an, dass man mit einem Wohnmobil gerade an allen Geschäften und Sehenswürdigkeiten vorbeikommt, wodurch man „en route“ alles Mögliche erlebt und besucht, um dann auf seinem Stellplatz Ruhe zu finden.
Sein Rat war daher, eine touristische Route nach Valkenburg zu nehmen und so viele Autobahnen wie möglich zu vermeiden. Dadurch erlebt man das Camper-Gefühl nur noch besser. Mehr noch, er gab an, dass man unterwegs vor allem oft anhalten sollte, zum Beispiel am Wasser, um einen ruhigen Moment zu genießen.

Der Beginn der Reise
Mit diesem Rat begann ich, einen Plan zu erstellen. Wir beschlossen, einen Abend früher abzureisen und einen Zwischenstopp auf dem „Camperplaats Jachthaven ’t Leuken“ in Well (Limburg) einzulegen. Bei diesem Partner von Botentekoop bekamen wir einen schönen Stellplatz direkt am Leukemeer zugewiesen.
Am Dienstag, den 8. Mai, konnten wir unser Wohnmobil in Almelo abholen. Wenn man dann ohne Camper-Erfahrung den Hymer Exsis-I 644 zum ersten Mal sieht, denkt man: „Was für ein großes Ding, wie wird sich das fahren?“. Nach einer gründlichen und guten Erklärung von Leon über alle Do's and Don'ts und alle Funktionen im Hymer Exsis bekamen wir den Schlüssel überreicht. Da fuhren wir los, die ersten Meter auf der Straße. Das Fahren war sofort überraschend einfach. Man merkt zwar, dass der Camper groß und hoch ist, aber wenn man den gegebenen Rat befolgt, ruhig durch Kurven fährt, seine Breite im Auge behält und bei schnellen Lenkbewegungen vorsichtig ist, dann ist es gut machbar.
Gut einrichten
Ein Vorteil, den wir auch mit dem Hymer Exsis erlebt haben, war, dass man eigentlich keine Koffer oder Taschen für einen Urlaub packt, sondern den Camper einrichtet. Mit all den Aufhängemöglichkeiten und dem Stauraum lassen sich alle mitgenommenen Sachen ordentlich und gut verstauen. Nur muss man vor dem Losfahren alle Schubladen gut verschließen, um ein wildes Gerassel in der ersten Kurve zu vermeiden. Auch eine echte „Garage“ im Camper war ideal. Aber das Fantastischste war natürlich der Full-Size-Kühlschrank mit Gefrierfach. Immer gut gekühlte Getränke zur Hand und Lebensmittel, die nicht verderben.

Schlafen wie ein Engel
Nach einer schönen, ruhigen Route von Enschede durch Deutschland nach Well kamen wir an unserem ersten Halt an. Der Wohnmobilstellplatz 't Leuken war wirklich fantastisch. Schönes Wetter und ein schöner Stellplatz. Das Seltsame ist, dass die Größe des Hymer Exsis sofort gegenüber den noch größeren Wohnmobilen, die bereits dort standen, verblasste. Die erste Nacht im Wohnmobil gefiel auch sehr gut. Ein gutes festes Bett und ein prima Hubbett. Meine Tochter im Hubbett hatte das Gefühl, schwebend wie ein Engel auf einer Wolke zu schlafen.
Mit Hymer Exsis nach Valkenburg
Am nächsten Tag fuhren wir zum Campingplatz Den Driesch in Valkenburg. Diese Route haben wir über die Autobahn zurückgelegt. Dort merkt man, dass dieser Hymer gut mit dem Verkehr mithalten kann. Eine angenehme Geschwindigkeit liegt dann bei etwa 110 km/h. Dann hat man auch am wenigsten Probleme mit dem Klappern im Wohnmobil. Bei der Ankunft in Valkenburg wurden wir freundlich von einem Mitarbeiter des Campingplatzes empfangen und zu unserem Stellplatz gebracht. Auch hier ein schöner Platz am Rande eines Berges mit direktem Blick auf Valkenburg und die Burgruine.

Camping Den Driesch ist ein kleiner Stadtcampingplatz mit guten Einrichtungen. Gut ausgestattet für Wohnmobile. Die Stellplätze sind ca. 50 m2 groß, halb befestigt und für Wohnmobile bis 9 Meter geeignet. Darüber hinaus gibt es auch Standardstellplätze für Wohnmobile, Wohnwagen oder Zelte von 100m2, eventuell halb befestigt. Es gibt auch Komfortstellplätze von 100m2, halb befestigt und einige sogar mit eigener Hängematte.
Gegen Abend trafen auch die befreundeten Familien auf dem Campingplatz ein. Leider nicht alle gleichzeitig, denn eine Familie hatte in der Nähe von Venlo eine Panne mit ihrem Wohnwagen. Über fünf Stunden mussten sie wegen des herrschenden Urlaubsverkehrs auf Pannenhilfe warten. Sie trafen erst mitten in der Nacht um halb drei ein. Dafür ein besonderer Dank an die Mitarbeiter und die Security des Campingplatzes, die diese Familie ordentlich empfangen und zu ihrem Stellplatz gebracht haben.
Viel Spaß
Obwohl wir unseren Camper hier als veredelten Wohnwagen genutzt haben, tat dies dem Spaß, den wir damit hatten, keinen Abbruch. Auch der Aufenthalt auf dem Campingplatz war eine sehr besondere und positive Erfahrung. Man lernt schnell neue und interessante Leute kennen. Leute, die sich köstlich amüsiert haben, als sie zusahen, wie zwei Teenager zwei Kuppelzelte aufbauten. Erfahrung mit Zelten hatten sie nicht, aber pubertär eigensinnig sind sie natürlich schon. Familie Geurts hat sich bei diesem besonderen Schauspiel bestens amüsiert.
Traktoren mit vielen Zuschauern
Wir sahen auch, dass ein Campingplatz Menschen anzieht, die anders campen als wir. So kamen die Familien Alders und Rongen, beide aus der Gegend von Boxmeer, mit 2 Oldtimer-Traktoren und authentischen Zigeuner-Wohnwagen. Der Traktor der Familie Alders ist ein Hanomag R55 Nato aus dem Jahr 1956 und der Traktor der Familie Rongen ein polnischer Ursus C45 aus dem Jahr 1952. Letzterer ist ein sogenannter Glühkopftraktor, der mit einer Glasflasche zuerst heiß gemacht werden muss, bevor man ihn starten kann.
Die Ankunft dieser Familien zog viele Zuschauer an. Die Kinder auf dem Campingplatz durften sogar auf den Traktoren sitzen. Auch während ihres Barbecues nutzten sie einen stationären Motor. Damit trieben sie einen Spieß an, an dem ein ganzes Huhn und ein Schinken schön gar drehen konnten. Dies ist unserer Meinung nach ein großer Vorteil des Campens. Man kommt schnell mit anderen Menschen in Kontakt und man merkt auch, dass jeder das Campen auf seine eigene Weise erlebt und ausführt.
Am Samstag, den 12. Mai, sind wir wieder nach Enschede gefahren, um den Camper leer und sauber zu machen und ihn wieder bei Bruggink Campers & Caravans abzugeben.
Fazit unserer Reise
Sind wir jetzt Camper geworden? Ich glaube, das sind wir noch nicht, aber wahrscheinlich werden wir es werden. Wir haben jetzt den Plan, ein Familienzelt anzuschaffen, um so öfter kurze und längere Urlaube auf Campingplätzen zu verbringen. Persönlich finde ich einen Camper ideal als Campingmittel. Aber für unsere Familie noch nicht geeignet in Kombination mit unserem aktuellen Lebensstil. Das Mieten eines Campers ist dann eine bessere Option. Wir sehen uns in Zukunft einen Camper anschaffen, sobald wir mehr Zeit und somit öfter die Möglichkeit haben, spontan wegzufahren.

Gerne möchte ich unseren befreundeten Familien; Heuvels, Damhuis und De Jonge/Kamphuis für die schöne Woche in Valkenburg danken. Besonderer Dank geht an die Mitarbeiter von Camping DenDriesch, Leon Bruggink und sein Team von Bruggink Campers&Caravans sowie an Linda und Martien Valckx vom Wohnmobilstellplatz/Jachthafen 't Leuken.
Spezifikationen Hymer Exsis-I 644
Baujahr: 2012
Fahrzeugmarke: Fiat Ducato 2.3 Mjet
Aufbaulänge: 6.70 Meter
Breite: 2.15 Meter
Stehhöhe: 1.97 Meter
Gesamthöhe: 2.70 Meter
Gewicht: 2.740 kg
Anzahl der Betten 3
Doppelbett 200 x 129 cm
Doppelbett 188 x 150 cm
Doppelbett 178 x 90 cm
Mehr Informationen
www.campingdendriesch.nl
www.brugginkcaravans.nl
www.valckxwatersport.nl/Camperplaatsen
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