MAN als Basis für Ihr Wohnmobil
Sowohl Knaus als auch Westfalia Wohnmobile sind mit dem MAN TGE als Basis erhältlich. Ein Transporter mit einem Logo, das unter Truckern einen Namen und Ruhm hat. Aber mit VW als Muttergesellschaft ist der MAN fast identisch mit dem neuen VW Crafter. Fast, denn es gibt doch einige Unterschiede, die den relativ neuen Namen im Wohnmobilbereich zu einer interessanten Wahl machen.

In der Welt der Logistik, in der sich MAN bewegt, rückt immer mehr der Fokus auf „die letzte Meile“. Ein Ziel, das in der Stadt liegt. VW Truck und Bus will darauf natürlich reagieren und keine Nutzfahrzeuge liefern, die nicht in die Stadt dürfen. Zu groß oder zu schwer lässt auf Dauer Kais einstürzen. Ein guter Grund also für VW, neben dem Crafter auch eine MAN-Version einzuführen.
TGE
Beide Transporter werden in einem neuen polnischen Werk gebaut. Die vorherige Generation des Crafter kam aus einem Mercedes-Werk in Bremen. Doch die Zusammenarbeit zwischen den beiden Herstellern ist beendet. Mercedes und Renault ist die neue Kombination, um die Entwicklungskosten von Transportern zu teilen. VW will jedoch das gesamte Marktsegment bedienen. Daher die Zwei-Marken-Strategie mit einem im Wesentlichen gleichen Transporter.

Wahl
Beim TGE gibt es eine Auswahl aus zwei Radständen: 3,64 m und 4,49 m, und drei Höhen. Alle TGEs haben einen Zwei-Liter-Dieselmotor von VW mit 75, 90, 103 oder 130 kW. Im Prinzip sind die MAN TGEs etwas teurer als ihre VW-Brüder, auch in der gleichen Spezifikation. Der Unterschied liegt in der Ausstattung. Diese ist beim TGE etwas umfangreicher. Der TGE verfügt serienmäßig über EABS, also inklusive Notbremsassistent und Seitenwindassistent. Besonders für einen stattlichen Teilintegrierten ist Letzterer ein nützliches Fahrassistenzsystem. Neben Dieselversionen ist der TGE auch mit Elektroantrieb erhältlich. Mit einer Reichweite von 115 km und einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km ist diese Version hauptsächlich für den Stadtverkehr gedacht.

Pionier in der Dieseltechnologie
Die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG, kurz MAN, ist seit 1920 Hersteller von Lastwagen nach eigenem Entwurf. Doch schon vor dieser Zeit hatte MAN 1897 eine Zusammenarbeit mit Dr. Rudolf Diesel, um den ersten Dieselmotor herzustellen. 1924 wurde der erste MAN-Lastwagen mit Dieselmotor der Öffentlichkeit vorgestellt. Anfang der dreißiger Jahre gab es noch etliche verschiedene Modelle mit Diesel- oder Benzinmotor. Das Topmodell war ein Dreiachser mit langem Radstand. Dieser hatte einen 140 PS starken Dieselmotor. Während des Krieges litt auch MAN schwer unter den Bombardierungen der Alliierten. Ab 1945 wurde die Produktion von Fünftonnern wieder aufgenommen und MAN erholte sich mit dem deutschen Wiederaufbau wieder zu dem Giganten, der es heute ist.
Mehr Informationen: www.man-nederland.nl

Knaus Van Ti 640 MEG Vansation
Knaus nutzt neben dem VW Crafter nun auch den MAN TGE als Basisfahrzeug. Unter anderem für den VAN TI 640 MEG Vansation. Der neue Vansation setzt laut Knaus Maßstäbe. Dies ist der sogenannten FoldXpand-Heckwandkonstruktion und natürlich dem MAN-Chassis zu verdanken. Dies bietet den gleichen Raum im Innenraum, aber kompaktere Außenmaße. Auch ist der neue Vansation durch das tiefergelegte MAN-Chassis ein echter Tieflader im Knaus-Angebot. Die Hinterachse ist für mehr Komfort und Sicherheit luftgefedert.

Unter der Haube sorgen 177 PS für den Antrieb. Diese werden über ein 8-Gang-Automatikgetriebe auf die Vorderräder übertragen. Der Aufbau dieses Teilintegrierten besteht aus glatter Außenbeplankung. Zudem sind die 17-Zoll-Leichtmetallfelgen ein Blickfang. Der Vansation ist mit Klimaanlage, beheizbaren Außenspiegeln und einer Fliegengittertür gut ausgestattet. Außerdem gibt es ein Navigationssystem, eine Markise und vieles mehr.
Mehr Informationen: www.knaus.com

Westfalia Sven Hedin
Sven Hedin ist ein bekannter Name in der Reisemobilbranche. Dieser Westfalia war in den Anfängen der Kastenwagen einer der beliebtesten Modelle. Aber der Sven Hedin wird immer noch gebaut. Nur dieses Mal hat Westfalia den MAN TGE als Basisfahrzeug gewählt. Der MAN bietet dem Fahrer zahlreiche Assistenz- und Fahrassistenzsysteme, was bei Transportern ziemlich einzigartig ist. Auch das ergonomisch gestaltete Cockpit und das umfassende Servicenetz von MAN gaben Westfalia den Ausschlag, sich für den MAN TGE zu entscheiden.

Der MAN TGE ist etwas schmaler als der Fiat Ducato. Dadurch passt ein Querbett nicht einfach so in den hinteren Bereich des Campers. Um keinen festen Anbau verwenden zu müssen, der die Aerodynamik und das Aussehen nicht verbessert, hat Westfalia einen Pop-Out gewählt. Ein isoliertes Polyesterteil kann ausgefahren werden. Dadurch entsteht ein Bett mit einer Länge von etwa zwei Metern. Sobald man ausgeschlafen hat, kann der Pop-Out wieder eingefahren werden und ist nicht mehr sichtbar.
Die Designer von Westfalia haben auch andere Elemente des Wohn- und Küchenbereichs überarbeitet. So wurde der Kühlschrank parallel statt quer platziert. Dadurch kann die Tiefe der Küchenzeile erheblich reduziert werden. Deshalb hat Westfalia diese noch nicht existierende Ausführung zusammen mit einem großen europäischen Hersteller selbst entwickelt. Das Ergebnis ist ein 70-Liter-Kompressorkühlschrank und ein auffallend großzügiges Raumgefühl im Wohnbereich.
Mehr Informationen: www.westfalia-mobil.com
Suchen Sie einen gebrauchten Knaus oder Westfalia? Dann schauen Sie doch mal auf campers.nl oder www.camperscaravans.nl