Kamperland: mit dem Wohnmobil nach Zeeland
Wer mit dem Wohnmobil durch unser Land reist, sollte Zeeland auf keinen Fall auslassen. Hier gibt es mehr Sonnenstunden als irgendwo sonst in den Niederlanden, nirgendwo findet man mehr Sternerestaurants und an keinem anderen Ort kann man so schön vom Wohnmobil aus den Strand und das Meer genießen. CampersCaravans.nl reiste mit dem Wohnmobil nach Zeeland für eine Tour über Noord-Beveland und den Ort mit dem passenden Namen Kamperland.
Für unser Wohnmobil ist die Umgebung von Kamperland ein angenehmes Gebiet. Die Straßen auf der Halbinsel Noord-Beveland sind breit und ruhig, das Land wirkt freundlich mit endlosen Ausblicken, die die aufgeräumte Art der seeländischen Bevölkerung widerspiegeln. An vielen Stellen hängen bizarre Wolkenformationen bedrohlich über den akkurat gekämmten Feldern, gesäumt von Bäumen, die wie in militärischer Schlachtordnung aufgestellt zu sein scheinen. Die Häuser sind bescheiden, die Bauernhöfe sind schön, die Ruhe ist allumfassend.

Campus
Der Name Kamperland stammt von Campus, dem ursprünglichen Namen dieses 2000 Einwohner zählenden Ortes, der bereits vor dem Jahr 1000 in den Geschichtsbüchern erwähnt wird. Campus ist der lateinische Name für 'Feld' oder 'eingezäuntes Land' und liegt auch unserem Wort Camping zugrunde. Wie fast überall in Zeeland ist das Campen mit dem Wohnmobil nur eingeschränkt erlaubt. Übernachten am oder in der Nähe des Strandes ist verboten. Auf einem gewöhnlichen Parkplatz darf man nur stehen, solange die Sonne scheint. Und die scheint glücklicherweise reichlich.
Schotsman
In der Umgebung von Kamperland finden Sie das 200 Hektar große Naturschutzgebiet 'De Schotsman'. Auf dieser ehemaligen Sandbank finden Sie zahlreiche Salzwiesen, Wälder und Dünen, wo Sie von grasenden, gefährlich aussehenden Rindern, den schottischen Hochlandrindern, überrascht werden können. Diese winterharten Nutztiere sind recht scheu und daher publikumsfreundlich. Dennoch raten Naturschutzorganisationen, die imposanten Rinder nicht aufzusuchen und sie nur aus der Ferne zu genießen.
Vogelliebhaber kommen hierher, um den Habicht, den Fitis oder den Mäusebussard auf ihre Listen zu setzen. Auch die Flora des Schotsman soll besonders sein.

Camperpark Zeeland
Wir entscheiden uns für den nahegelegenen Camperpark Zeeland. Hier gibt es 100 Stellplätze für Wohnmobile, andere Formen des Campings sind nicht erlaubt. Es gibt einen Self-Service für den Check-in und Check-out, wo man mit der EC-Karte bezahlen kann. Es ist hier herrlich ruhig. Man hört viele Vögel und nie Flugzeuge, man sieht hier mehr Elektrofahrräder als Autos und die Dörfer atmen eine zufriedene, entspannte, etwas stille Atmosphäre.
Wir sehen um uns herum viele verschiedene Grüntöne, der beginnende Herbst färbt die Felder grau und die Bäume langsam in allen Brauntönen. Die Zeit ist hier nicht stehen geblieben, aber rund um Kamperland ruht sie sich ab und zu aus.

Veere
Gegen Abend fahren wir nach Veere, gleich auf der anderen Seite. Wir parken auf dem schönen (kostenpflichtigen) Parkplatz am Veerse Meer und gehen zu Fuß in die Stadt. Veere ist ein bemerkenswert gut erhaltenes mittelalterliches Städtchen mit einem Yachthafen im Stadtzentrum, niedlichen Geschäften, Kopfsteinpflasterstraßen und schönen Restaurants in Häusern mit klassischen Treppengiebeln. Der Tourismus ist hier wichtig, aber glücklicherweise nicht dominant im Stadtbild. Man sieht hier keine mannshohen Eisdielen vor Cafeterias, keine errötenden Bäckerpuppen auf dem Bürgersteig und keine schreiende Werbung für chinesischen Krimskrams. Veere ist sparsam mit ihrem jahrhundertealten, errötenden Stadtbild, das vor Gesundheit strotzt.

Oosterscheldesperrwerk
Am nächsten Tag fahren wir gemütlich nach Norden. Wir halten bei Neeltje Jans und danach neben dem Oosterscheldesperrwerk auf anderen angenehmen Parkplätzen direkt am Nordseestrand. Dort staunen wir über die Schönheit des Meeres und die harmonisch im gleichen Tempo drehenden Windmühlen in der Landschaft.
Das Meer kann hier gnadenlos sein, aber jetzt ist es gnadenlos schön. Mit einer Palette in Blau, Grün, Grau und Weiß, mit gelegentlich einer brechenden weißen Schaumkrone und einem einzelnen Fischerboot am Horizont. Dieses Land wurde von Menschen gemacht, Zeeländern, die nicht aufgaben, sondern der Natur ihren Stempel aufdrückten, ohne die Schönheit zu opfern. Nach dem imposanten Oosterscheldesperrwerk ziehen wir weiter nach Norden, gespannt, was Zeeland noch für unser Wohnmobil bereithält.
Topographie
Kamperland liegt auf einer Halbinsel, Noord-Beveland, die sich direkt über der seeländischen Insel Walcheren befindet. Im Süden liegt das Veerse Meer. Im Norden findet man die Oosterschelde und im Westen die Nordsee. Um nach Norden zu reisen, benutzt man den wichtigsten Damm der Deltawerke, das Oosterscheldesperrwerk mit der bekannten Arbeitsinsel Neeltje Jans. Die Halbinsel ist außerdem über die N256 erreichbar, die von Zierikzee nach Goes führt.

Auf der Insel gibt es fünf Dörfer, wobei das Dorf Kamperland zentral auf der Insel liegt. Die anderen Dörfer sind vor allem bekannt, weil sie einen großen Yachthafen beherbergen. Durch die Lage am weiten Wasser der Oosterschelde und dem geschützten Wasser des Veerse Meeres ist Kamperland ein beliebter Ort für Wassersportler. Das sieht man vor allem in den Yachthäfen von Colijnsplaat, Kortgene und Kats, wo es von Booten wimmelt.
Große Auswahl an Wohnmobilen und Wohnwagen
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